Der Mariannenpark steht wegen seines Gesamtbildes und einzelner Elemente unter Denkmalschutz. Eines dieser Elemente sind so genannte Sitznischen entlang des Weges – parallel zur Schönefelder Allee – mit einer Blickachse zu den Tummelwiesen.
Die Sitznischen, bestehend aus jeweils einer Bank sowie einer Hecke im Halbkreis, wurden zum größten Teil wieder in ihrer ursprünglichen Größe freigelegt, Bänke wurden aufgestellt. Was aber fehlte, war die historische Heckenumpflanzung.
Diese wurden im November vergangenen Jahres bei zwei dieser Sitznischen wieder hergestellt. Der Verein „Wir für Schönefeld“ e.V. hat in Zusammenarbeit mit der AG Grün der AG Pro Schönefeld und dem Stadtumbaumanagement Schönefeld sowie vielen fleißigen Helfern im Rahmen eines „Tages für Marianne 2“ zur Pflanzaktion eingeladen. Einige nahmen nur ein paar Stunden teil, andere sind beim Spaziergehen auf unsere Aktion aufmerksam geworden und haben gleich mitgemacht. Gerade so etwas, hat diese Aktion zu etwas Besonderen gemacht.
Der benachbarte CVJM Leipzig stellte uns zusätzliches Garten-Werkzeug bereit, ebenso durften wir die Toiletten und die Küche für Kaffee, Tee und eine selbstgemachte Kartoffelsuppe benutzen. Die LWB brachte zum Angießen extra einen Wasserwagen mit.
100 Sträucher, 750 Liter Rindenmulch und 500 Liter Bio-Kompost galt es zu verarbeiten. Bei den Sträuchern wurde sogenannte „Ballenware“ verwendet, um das Anwachsen optimal vorzubereiten. Das Pflanzmaterial wurden dabei über das Stadtbezirksbudget finanziert. Dabei wurden ca. 4 Tonnen = 3,5 Kubikmeter Erdaushub per Handschachtung für die Pflanzgräben ausgehoben und zum Teil wieder zum Auffüllen mit dem Kompost verwendet. Durch die umstehenden Bäume war eine Handschachtung erforderlich. Nach Sechs Stunden Arbeit war es dann geschafft. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.
Unser großer Dank gilt allen freiwilligen Helfern, die trotz der fast winterlichen Temperaturen tatkräftig mit angepackt haben. Es war rundum eine sehr schöne gemeinsame Aktion für unseren Mariannenpark. Darauf können wir alle stolz sein.
Denis Döhler, „Wir für Schönefeld“